Sorgen der Bürger ernst nehmen

Vermehrte Wasserentnahme muss sorgfältig geprüft werden

28.11.2012, 19:30 Uhr | Holdorf | CDU Kreisverband Vechta
Die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer (links) und Clemens Große Macke (am Rednerpult) informierten  unter Leitung von Norbert gr. Schlarmann (rechts) die Bürger.
Die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Siemer (links) und Clemens Große Macke (am Rednerpult) informierten unter Leitung von Norbert gr. Schlarmann (rechts) die Bürger.

Die beantragte erhöhte Entnahme des Grundwassers und die damit verbundenen negativen Folgen für die Umwelt sowie die Petition zu diesem Thema an den Landtag standen im Mittelpunkt einer Bürgerfragestunde der Holdorfer CDU, die am Mittwoch im Hotel „ Zur Post“ unter der Leitung des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Norbert gr. Schlarmann stattfand und an der als Gäste die CDU-Landtagsabgeordneten Clemens Große Macke und Dr. Stephan Siemer teilnahmen.

Der Oldenburgisch-Ostfriesische- Wasserband (OOWV) hat beim Landkreis Vechta beantragt, jährlich 5,5 Kubikmeter Trinkwasser im Holdorfer Wasserwerk zu fördern. Der Abgeordnete Dr. Stephan Siemer wies darauf hin, dass sowohl der Landesumweltausschuss als auch der Umweltexperte der CDU-Landtagsfraktion Ulf Thiele sich vor Ort ausführlich mit dem Thema befasst hätten. Es sei beim Heidesee deutlich geworden, wie sehr der Grundwasserspiegel gesunken sei. Siemer lobte in diesem Zusammenhang die gute Arbeit der Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Er sei sicher, dass der Antrag auf die Wasserentnahme sorgfältig geprüft werde.


Dem Wasserverband empfahl er, auch andere Lösungsvorschläge zu prüfen, die Ängste und Sorgen der Bürger ernst zu nehmen und diesen mit einer größeren Transparenz zu begegnen.
Große Macke lobte den fachlich guten Petitionsantrag an das Land, der mit ganz enormen Wissen und viel Arbeit erstellt worden sei. Als Mitglied des Umweltausschusses des Landes werde er ihn kritisch begleiten.

Der Abgeordnete nahm auch Stellung zu Fragen des ländlichen Raumes und erklärte: “ „Wir dürfen uns von selbsternannten Experten nicht die ländlichen Strukturen zerreden lassen. Gerade im Oldenburger Münsterland sind die Mittelständler, Landwirte und Bürger auf eine verlässliche Politik aus Hannover angewiesen. Aus diesem Grund ist die Wahl am 20. Januar auch eine Richtungswahl.“ 

Abschließend wurde auch das Thema Krankenhäuser angesprochen. Dazu Große Macke:   „Wenn in der klinischen Versorgung weiße Flecken entstehen und 2.200 Mitarbeiter vor der Arbeitslosigkeit stehen, dann ist das kein örtliches Problem. Es kann nicht richtig sein, „dass wir dem erstbesten Vorschlag nachlaufen, hier haben wir die beste Lösung zu suchen.“