Stromtrasse entlang der Autobahn ist keine Alternative!

CDU Kreisvorstand Vechta spricht sich gegen 380 KV Leitung entlang der Autobahn aus.

31.05.2016, 08:50 Uhr | Klaus Esslinger | Landkreis Vechta | CDU Kreisverband Vechta

Den Trassenverlauf an der Autobahn Hansalinie im Kreis Vechta für den Stromtransport von Nord nach Süd, hält der CDU-Kreisvorstand für völlig unsinnig und  zu teuer.
Eine solche Variante hatten bereits die Experten für viel zu teuer bezeichnet. Eine solche Trasse müsste vier Mal die Autobahn unter- überqueren, da der Platz dafür schon jetzt gar nicht zur Verfügung steht. Außerdem wurden in den Städten und Gemeinden entlang der Hansalinie die Flächen für Gewerbeansiedlungen verplant und im Fall Dinklage kommt der geschützte Bereich des Naturschutzgebietes Burgwaldes hinzu. „Die Hansalinie ist seit dem Bau zur wirtschaftlichen Lebensader des Landkreises geworden, die kann man nicht durch den Bau einer Stromtrassen , auch als Erdverkabelung, nicht aufs Spiel setzen“, so Kreisvorsitzender Dr, Stephan Siemer. Eine weitere wichtige wirtschaftliche Entwicklung wäre dann nicht mehr möglich.

Die CDU im Kreis Vechta  zeigt Verständnis für die CDU-Politiker im Kreis Cloppenburg, gibt aber zu bedenken, dass es dort schon eine Hochspannungstrasse durch ein mehr weniger baufreies Gelände gibt.
„Es macht keinen Sinn, das die CDU im Kreis Cloppenburg auf eine mögliche Stromtrasse durch den Kreis Vechta verweist und umgekehrt. Da der Strom von Nord nach Süd muss, sollten die Experten und die CDU aus dem Kreis Vechta und dem Kreis Cloppenburg gemeinsam an konstruktiven Lösungen zusammenarbeiten.
Um für den Verlauf an der Hansalinie einige Beispiele zu nennen, ist die  Gemeinde Bakum schon heute beidseits der Autobahn mit Gewerbegebieten präsent. Die Stadt Lohne hat  sich entlang der Autobahn schon jetzt ebenfalls baulich entwickelt und will hier noch weitere Gebiete erschließen, ähnliches ist auf der anderen Seite der Autobahn, dem Gebiet der Stadt Dinklage geplant. Die Gemeinde Holdorf hat jüngst Beschlüsse gefasst sich an der A1 gewerblich zu entwickeln, die Gemeinde Neuenkirchen/Vörden ist schon heute beidseitig der Autobahn aktiv, hinzu kommt hier der Niedersachsen-Park, für den bereits eine Autobahn Auf- und Abfahrt vom Bund genehmigt ist. Schon aus verkehrlicher Sicht rät jeder Wirtschaftökonom dazu, sich entlang einer Autobahn auf die Gewerbeentwicklung zu konzentrieren, diese Entwicklungspotentiale dürfen nicht leichtfertig verspielt werden.